Un-konferenz – So ist der Ablauf

Eine Un-Konferenz ist anders!
Man glaubt erst gar nicht, dass es funktionieren kann. Aber das tut es!

Es kommen Menschen zusammen, die ein bestimmtes Thema interessiert – in diesem Fall sind es bewusste Paare, die ganz wild darauf sind ihre Liebe im Alltag zu vertiefen.

Es gibt keine fertige Agenda

Wenn alle Zusammenkommen gibt es noch keine fertigen Themen, keine Stundenpläne, keine Vorträge. Alles ergibt sich in Echtzeit. Jeder ist eingeladen die Pinnwand mit seinem Thema bzw. seinen Themen zu füllen.

Fragt Euch:
Haben wir etwas anderen Paaren zu sagen, zu schenken, zu teilen, dass Ihr für hilfreich haltet? Das kann etwas kleines oder großes sein, kurz dauern oder lange – das spielt hier keine Rolle.
Haben wir in der Beziehung ein Thema wo wir gern wüßten wie andere Paare damit umgehen?

Also entweder habt Ihr etwas zu geben oder Ihr wünscht Euch Input. Sehr gut! Nun schreibt das Thema auf einen Zettel und heftet es an die Pinnwand.

Einige Beispiele für mögliche Themen:

  • Wie regelt Ihr Eure Finanzen – legt Ihr das Geld zusammen?
  • Wie geht Ihr damit um, dass einer von beiden mehr Sex will als der Andere?
  • Habt Ihr eine gute Technik um sich schnell wieder zu Versöhnen?
  • Wie macht Ihr sinnvolle Vereinbarungen?
  • Wie bringt Ihr Euer Baby zum schlafen?
  • Wie bekommt Ihr Dinge im Alltag geregelt?
  • Wann ist die beste Zeit für Sex bei Euch – im Alltag?
  • Wie kommt Ihr in Stimmung nach einem harten Arbeitstag?
  • Kalender, Termine und Kontaktdaten teilen – einfach mit Mac und iPhone
  • Technische Lösungen für menschliche Probleme (z.B. ein Navigationsgerät spart eine Menge Streit)
  • Welche Verantwortung sollte der Mann haben in einer Beziehung und welche die Frau? Wie ist es bei Euch?
  • Freie Liebe? Wie macht Ihr das?
Stellt Euch vor, dass nun eine große Pinnwand voll ist mit Themen wie diesen. Nun könnt Ihr aus diesen Angeboten wählen und geht in die entsprechenden Räume zu den entsprechenden Zeiten. So einfach ist das. Vor allem macht das eine sehr entspannte und ungezwungene Atmosphäre.

 

Es gibt vier Richtlinien, die uns helfen uns wohl zu fühlen:

1) Jeder der da ist, ist der Richtige

… erinnert uns, dass Ihr keine weltberühmten Experten sein müsst oder viele Leute brauchen, denen Ihr etwas beibringen sollt, um eine gute und erkenntnisreiche Zeit miteinander zu haben. Ihr müsst niemand besonderes sein. Denn Ihr seid genau die Richtigen! Was wir brauchen, sind Menschen, die ein Anliegen haben, fürsorglich und authentisch sind.

2) Wann immer etwas beginnt, es ist der richtige Zeitpunkt

… erinnert uns, dass die Dinge zur rechten Zeit entstehen. Fängt ein “Workshop” später oder früher an, so ist es das Richtige. Manchmal ist es die richtige Zeit um zu schweigen oder mal ganz leicht über etwas belangloses zu reden.

3) Was auch immer passiert, es passiert das Richtige

… erinnert uns, dass was auch immer passiert, ist das einzige, was hätte passieren können. Was passiert ist passiert und das war das Richtige. Diese Einstellung, die wir alle miteinander teilen, macht den Fluss der Dinge erst möglich. In diesem Fluss können dann ganz unerwartete Dinge geschehen.

4) Wenn es vorbei ist, ist es vorbei …

… erinnert uns, dass man nie wissen kann, wie lange ein Thema braucht um rund zu sein. Mal sind sind es nur 15 Minuten, mal drei Stunden. Das kann man nicht vorher wissen, wenn man erst einmal eintaucht, kann alles mögliche hochkommen und besprochen werden. Manchmal ist ein Thema auch einfach erschöpft. Das spürt man dann im Raum. Lasst uns darauf achten – auf dieses Gefühl – und dann direkt zum nächsten Thema übergehen.

 

DAS GESETZ DER ZWEI FÜßE:

“Wenn Du Dich zu irgendeinem Zeitpunkt während unserer gemeinsamen Zeit in einer Situation wiederfindest, wo Du weder etwas lernst noch etwas beiträgst, dann lass Dich von Deinen zwei Füßen zu einem anderen Ort tragen.”

Ihr kennt das sicher auch: Ihr seid teil einer Gruppe, die ein Thema bespricht, das Euch nicht tangiert. Ihr seid unbeteiligt und spürt das auch. Sobald Ihr merkt, dass dies der Fall ist geht in einen anderen Raum. Das ist deshalb so wichtig, weil Ihr Euch und den Anderen damit gut tut, anstatt “Schaden” anzurichten, indem Ihr unbeteiligt im Raum bleibt. Das verändert die Energie im Raum, wenn unbeteiligte Menschen dabei sind, während andere Menschen sehr betroffen und engagiert im Thema sind. Es kostet Euch gleichermassen Energie unbeteiligt zu sein.

Wir einigen uns darauf, dass jeder Teilnehmer zu jedem Zeitpunkt das Recht und die Verantwortung hat, in jeden Raum zu kommen und wieder gehen zu können wann er will. Wir erkennen es als gegenseitige Fürsorge an, wenn jemand den Raum verlässt.

Ihr habt alles gehört, was Ihr hören wolltet und alles gesagt, was Ihr beitragen konntet.

Jetzt ist es Zeit zu gehen und wir sind dankbar dafür, wenn jemand in diesem Fall aufsteht und woanders hin geht.

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Ein Thema auf dem Paarkongress könnte sein:
Gemeinsame Unternehmungen!